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Verfahrensvergleich Normalsaat

Verfahrensvergleich Normalsaat - erweiterte Drillreihe bei Wintergerste

Die untenstehende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Deckungsbeitragsrechnungen für den Anbau von Wintergerste in Normalsaat und mit erweiterter Drillreihe nach MEKA. Durch die verringerten Pflanzenschutzmittelaufwendungen und Maschinenkosten sowie durch die MEKA Zahlungen wird bei Erweiterte Drillreihe , bei sonst gleichem Produktionsmitteleinsatz, ein um 95 €/ha höherer Deckungsbeitrag B erzielt.

Deckungsbeitragsrechnung Wintergerste (Lohndrusch, 2 ha-Schlag)

 

Normal-saat

erw. Drillreihe

Ertrag

dt/ha

 

75

75

dav. Hauptprodukt

 

75

75

Preis Hauptprodukt (incl. MwSt.)

€/dt

10,36

 

10,36

 

Hauptleistung

€/ha

777

777

Verfahrensabhäng. Ausgleichsleist.
(z.B. MEKA, SchALVO, AZL)

60

Summe Leistungen A

777

837

Organisationsabhäng. Ausgleichsleist. (Kulturpflanzen-Ausgleich)

324

324

Einbuße durch Stilllegung

-22

-22

Summe Leistungen B

1.079

1.139

Saatgut (ggf. mit Begrünung)

€/ha

71

71

Düngung

171

171

Pflanzenschutz

116

89

Variable Maschinenkosten
(eigene Maschinen)

108

102

Lohnmaschinen

130

130

Trocknung / Konservierung

38

38

Hagelversicherung

17

17

Summe variable Kosten A

651

617

Zinsansatz Umlaufvermögen

23

22

Summe variable Kosten B

674

639

Deckungsbeitrag A

€/ha

126

220

Deckungsbeitrag B

405

500

Arbeitszeitbedarf (ständige AK)

AKh/ha

12,9

 

11,6

 

Lohnansatz
(für ständige AK, 10,50 €/AKh)

136

122

Deckungsbeitrag B
(einschl. Lohnansatz)

269

378

Doch nicht immer kann der Landwirt bei erweiterter Drillreihe nach MEKA den gleichen Ertrag erzielen. Die Frage, wie hoch der Ertragsrückgang sein darf, damit zumindest der Deckungsbeitrag des Normalsaatverfahrens erzielt wird, lässt sich folgendermaßen beantworten:

Vom erzielten Erzeugerpreis werden die ertragsabhängigen Kosten abgezogen:

Erzeugerpreis:

10,36 €/dt

abzgl.

Wert des Düngerbedarfs

2,10 €/dt

 

Trockungskosten

0,50 €/dt

 

Hagelversicherung

0,22 €/dt

 

Zinsansatz

0,10 €/dt

 

verbleiben

7,44 €/dt

Die Differenz des Deckungsbeitrages wird nun durch diesen Wert dividiert:

95 €/ha / 7,44 €/dt = 12,8 dt/ha.

Dies sagt aus, dass bei einem Wechsel von der Normalsaat zur erweiterten Drillreihe eine Ertragsminderung von knapp 13 dt/ha, bei sonst gleichem Produktionsmitteleinsatz, keine wirtschaftlichen Verluste mit sich bringt. Sind dagegen bei der erweiterten Drillreihe veränderte Aufwendungen nötig, so sind diese in der Deckungsbeitragsrechnung entsprechend zu berücksichtigen.

Beachtet man nun noch den unterschiedlichen Arbeitszeitbedarf der beiden Verfahren und bewertet diesen mit 10,50 €/Akh, so ergibt sich eine Differenz beim Deckungsbeitrag B (einschl. Lohnansatz) von 109 €/ha. Somit kann sogar eine Ertragsminderung von 14,6 dt/ha (bei sonst gleichem Produktionsmitteleinsatz) hingenommen werden (109 €/ha / 7,44 €/dt = 14,65 dt/ha).

(Quelle der Preise und Kosten: Kalkulationsdaten Marktfrüchte, Ernte 2002; LEL Schwäbisch Gmünd)

 

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