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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 30.11.2017

 

Weitere Empfehlungen finden Sie im Internetangebot des Amtes und im Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung. Bei allen Pflanzenschutzmitteln sind die Gebrauchsanleitungen und Auflagen zu beachten. Gegebenenfalls sind Verpflichtungen einzuhalten. Keine Befüllung und Reinigung von Feldspritzgeräten bei Ablaufgefahr in Schächte. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln muss dokumentiert werden.

 

 

Grünland

Kontrollieren Sie Ihre Grünlandflächen auf Feldmäuse und Wühlmäuse. Gerade ein niedriger Besatz sollte genutzt werden, um die Population langfristig niedrig zu halten. Gut geeignet ist das Aufstellen von Sitzgelegenheiten für Greifvögel. Zur Kontrolle der Bekämpfungsnotwendigkeit eignet sich die Lochtretmethode (siehe BWagrar Nr. 47, Seite 19). Bei Bedarf zum Beispiel RATRON Giftweizen oder RATRON Giftlinsen einsetzen. Diese Mittel dürfen entsprechend den Gebrauchsanleitungen nur verdeckt ausgelegt werden, d. h. Ausbringung in die Löcher mit Legeflinte oder geeigneten Köderstationen.

 

Gegen Wühlmäuse empfiehlt sich die Verwendung von Fallen.

 

Acker Winterkulturen: Feldmaus-Kontrollen durchführen.

 

Vorratsschutz im Getreidespeicher

Die Lagerbedingungen sollten kühl und trocken sein. Kontrollieren Sie Ihre Vorräte auch in den Wintermonaten auf Kornkäfer und andere Vorratsschädlinge. Die Behandlung lagernder Getreidevorräte ist bei Bedarf z.B. mit ACTELLIC 50, K-OBIOL EC 25 oder SILICO-SEC entsprechend den Gebrauchsanleitungen möglich. Bei SILICO-SEC: Vorherige Absprache mit dem Abnehmer.

 

Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln

Entsprechend dem neuen Pflanzenschutzgesetz müssen Mittel mit Anwendungsverbot unverzüglich sachgerecht entsorgt werden, z.B. bei einer Sondermüll-Deponie. Gleichzeitig das Pflanzenschutzmittel-Lager auf nicht mehr verwendbare Präparate überprüfen. Weitere Hinweise zur Entsorgung unter www.pre-service.de.

 

Frühbezug von Pflanzenschutzmitteln

Neben dem Einkaufspreis sollten auch Kriterien wie Resistenzvermeidungs-Strategien und Anwendungsauflagen beachtet werden.

 

So sollte der Wechsel von Wirkstoff-Klassen beachtet werden, die an Buchstaben bzw. Zahlen ersichtlich sind. Bei der Selbstmischung von einzelnen Präparaten sollte darauf geachtet werden, dass sie verschiedenen Wirkstoffklassen angehören.

 

Bei zu langer Bevorratung von Pflanzenschutzmitteln besteht die Gefahr, dass sich Anwendungsauflagen verschärfen.

 

Mais-Saatgut: Bei Insektizid-Beizmittel aktuellen Stand beachten.

Der Wirkstoff Chloridazon, wie z.B. in REBELL, wird aus Gründen des Grundwasserschutzes nicht mehr empfohlen.

 

Kombi-Packs von Pflanzenschutzmitteln haben preisliche Vorteile, können in Einzelfällen jedoch nicht immer eine situationsangepasste Lösung darstellen.

 

Beim Kauf von importierten Pflanzenschutzmitteln ist darauf zu achten, dass sie identisch sind mit einem in Deutschland zugelassenen Mittel und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache besitzen sowie eine Parallelimport-Genehmigung haben.

 

Wildschaden

Wegen Entschädigungsansprüche Kontrollen auch außerhalb der Vegetationszeit.

 

Verschiedenes/Termine

Feldspritzgeräte: Einwinterung nicht vergessen.

 

Gemäß dem Pflanzenschutzgesetz ist bei der gewerblichen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die Dokumentation der Maßnahmen Pflicht. Prüfen Sie bitte, ob ihre Dokumentation für 2017 jetzt vollständig ist. Sie muss drei Jahre aufbewahrt werden.

 

Sachkunde Fortbildung

Für die meisten Landwirte, also sogenannte „Alt-Sachkundige“ vor 14. Februar 2012, geht der neue Fortbildungszeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2018.

 

Bei genügend Teilnehmern bietet das Landwirtschaftsamt Backnang voraussichtlich im Februar 2018 eine 4-Stunden-Fortbildung vormittags, Schwerpunkt Ackerbau, in Welzheim oder Sulzbach an.

 

Interessenten zur Planung bitte melden.

 

Mit dieser Ausgabe Ende der Infoservice 2017. Die nächste Ausgabe erfolgt kurz vor Vegetationsbeginn 2018.

 

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